Zwei Fotos sind selten einfach nur ein Paar. Meist geht es um einen Vergleich: vorher und nachher bei einer Renovierung oder einem neuen Haarschnitt, damals und heute, zwei Varianten desselben Produkts. Dafür hat der Katalog 11 Layouts. Zwei davon teilen das Blatt gerade: „2×1 (zwei Spalten)“ stellt die Aufnahmen nebeneinander, „1×2 (zwei Reihen)“ übereinander. Die übrigen neun schneiden das Blatt mit einer Form — einer Diagonale in einer von vier Richtungen, einer sanften S-Kurve, einem Zickzack, Halbkreisen oder einem halbierten Kreis.
Spalten oder Reihen? Das entscheidet die Ausrichtung deiner Originale. Auf einer quadratischen Leinwand ist jede Spalte hoch und schmal, etwa 1:2 — ein Hochformatfoto vom Handy passt mit wenig Verlust hinein. Jede Reihe ist das Gegenteil: ein breiter Streifen im Verhältnis 2:1, wie gemacht für Landschaften und Querformate. Setzt du ein Querformat in eine schmale Spalte, wird mehr als die Hälfte an den Seiten abgeschnitten.
Für ein Vorher-Nachher fotografierst du beide Bilder vom selben Standpunkt im selben Maßstab — dann wirkt die Trennlinie wie ein Schnitt durch ein einziges Bild. Diagonale und S-Kurve lohnen sich, wenn die beiden Bilder stark kontrastieren, etwa Tag und Nacht: Eine schräge Kante macht den Übergang zum Teil der Komposition.